FRAGEN
1. Gibt es im SOS Kannerduerf Miersch Waisenkinder?
Es gibt in Luxemburg keine Naturkatastrophen, keinen Krieg, keine Hungersnot. Nur ausnahmsweise verlieren Kinder in Luxemburg beide Eltern. Ist dies der Fall, findet sich im familiären Umfeld meistens jemand der das Kind (die Kinder) aufnehmen kann. Demzufolge gibt es im SOS Kannerduerf Miersch keine Waisenkinder. Es sei denn, ein Kind hat bei der Aufnahme nur noch ein Elternteil und während seines Aufenthalts im Kannerduerf stirbt diese Person.
2. Welche Kinder kommen in das SOS Kinderdorf?
Das SOS Kannerduerf Miersch bietet Kindern, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können ein neues Zuhause. Missliche Lebensumstände erlauben es den leiblichen Eltern dieser Kinder nicht, die Erziehung ihrer Kinder dauerhaft zu gewährleisten. Meistens ist die Aufnahme ins SOS Kannerduerf Miersch die Folge einer Entscheidung des Jugendgerichts, wobei die Chance einer Rückführung ins familiäre Umfeld sehr gering ist. Das SOS Kannerduerf Miersch bemüht sich um eine aufbauende Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern zum Wohl der Kinder. Es werden nur Kinder aufgenommen, die nicht älter als 8 Jahre sind.
3. Was ist mit den leiblichen Eltern?
Das SOS Kannerduerf Miersch versucht die leiblichen Eltern zu motivieren zum Wohle ihres Kindes mit den Mitarbeitern des Kannerduerfs zusammen zu arbeiten. Das Kannerduerf verurteilt die Eltern nicht. Niemand weiß was im Leben von Menschen passiert ist, die sich in einer schwierigen Lebenslage nicht um ihre Kinder kümmern können.
Das Kannerduerf hat die Kinder weder geholt noch entschieden, dass sie von ihren Eltern getrennt werden. Dies ist meistens Sache des Jugendgerichts.
Für die Kinder ist es schmerzhaft von ihren Eltern getrennt zu werden, für die Eltern umgekehrt auch. Dieses Leiden aufzuarbeiten, ist Teil der Arbeit mit den Eltern und den Kindern.
Besuche der Eltern werden im Interesse der Kinder geregelt. Meistens finden die Besuche im Kannerduerf statt, wo es eine Wohnung gibt, in dem sich die Eltern mit ihren Kindern aufhalten können (spielen, Hausaufgaben, kochen: vieles ist möglich je nachdem welche Ressourcen die Eltern haben).
Später können die Kinder ihre Eltern eventuell zu Hause besuchen.
Ein Mitarbeiter des Kannerduerfs (meistens ein Heilpädagoge) begleitet die Eltern, unterstützt und berät sie, sofern sie dies wollen.
Am besten ist es aber für die Kinder wenn sich zwischen den Eltern und der Kinderdorf Mutter ein Vertrauensverhältnis aufbaut.
4. Sind die SOS Kinderdorf Mütter immer da?
Die SOS Kinderdorf Mutter lebt und wohnt mit den Kindern in einem Haus im Kannerduerf. Sie geht abends nicht nach Hause. Sie verbindet Beruf und Privatleben. Von Beruf ist die Kinderdorf Mutter Erzieherin, Familienpädagogin oder sie ist in einem anderen sozialen Beruf qualifiziert. Ihr zur Seite steht eine Familienhelfer(in): Beruf Erzieher(in). Diese hilft 10 St./Woche im Haushalt und bei der Erziehung der Kinder.
Die Kinderdorf Mutter hat Anrecht auf 1 freien Tag/Woche (=24 Stunden) und auf 5-6-mal im Jahr 1 Woche Urlaub. Dies wird je nach Zahl der Kinder und der Schwere der traumatischen Erlebnisse der Kinder sehr unterschiedlich gehandhabt.
Während der Abwesenheit der Kinderdorf Mutter ist die Familienhelferin in der Kinderdorf-Familie präsent. Sie kennt die Kinder und die Kinder kennen sie.
5. Wie viel Kinder gibt es in einer SOS Kinderdorf Familie?
Bis zu 5 Kinder. Eine Kinderdorf Familie fängt allerdings nicht mit 5 Kindern an, sondern im Idealfall mit einer 2er- oder 3er- Geschwistergruppe. Erst wenn diese Kinder wieder festen Boden unter den Füssen haben, können weitere Kinder aufgenommen werden.
Obwohl sich das nicht planen lässt, sind die meisten Familien in der Altersstruktur und in der Verteilung Jungen / Mädchen ausgeglichen.
Geht eine Mutter in Pension, kann sie nicht 5 Kinder im SOS Kinderdorf zurücklassen. Deshalb gilt ab einem gewissen Moment ein Aufnahmestopp für diese Familie, damit die Kinder mindestens 18 Jahre alt sind, wenn die Kinderdorf Mutter das Kannerduerf verlässt.
6. Ist es einfach, SOS Kinderdorf Mütter zu finden?
Nein.
Die Kinderdorf Mütter krempeln ihr Leben um. Sie leben und arbeiten im SOS Kinderdorf in Mersch. Sie wohnen in einem Haus im Kinderdorf, zusammen mit den ihnen anvertrauten Kindern. Abends fährt sie also nicht nach der Arbeit nach Hause, wie die meisten von uns. Ihre Arbeit ist das Leben mit Kindern. Auch für die SOS Kinderdorf Mutter beginnt ein neues Leben. Sie gibt einen Teil ihrer Gewohnheiten auf, dafür entdeckt sie neue und spannende Momente.
Kinderdorf Mutter sein heißt, Arbeit mit privatem Leben zu verbinden. Großer Einsatz aber auch viel Satisfaktion! Das ist nicht eines jeden Sache. Deshalb ist es in Luxemburg nicht so einfach die geeignete Person zu finden.
Auch Paare können sich für diesem Beruf verpflichten. Allerdings wird nur einer von beiden eingestellt. Der Partner muss außerhalb arbeiten. Auch eigene Kinder sind unter bestimmten Bedingungen möglich.
Man kann sich auch entscheiden eine einzige Gruppe Kinder bis zum Erwachsensein zu erziehen. In diesem Fall kommen keine Kinder nach, und man macht noch etwas anderes im Leben, wenn die Kinder groß sind.
7. Sind die SOS Kinderdorf Mütter in ihrer Freiheit eingeschränkt?
Die SOS Kinderdorf Mutter hat einen freien Tag (24 Stunden) pro Woche ganz für sich, und übers Jahr verteilt 6 Wochen frei, wenn sie dies wünscht. Eine so genannte „Aide familiale“ (Familienhelferin), von Ausbildung Erzieherin, arbeitet mit der Kinderdorf Mutter und der Familie zusammen (ungefähr 10 Stunden/Woche). So lassen sich der Besuch beim Kinderarzt, Gespräche in der Schule, das Lernen mit den Kindern usw. ein bisschen besser organisieren. Die Familienhelferin bleibt auch bei den Kindern wenn die Kinderdorf Mutter frei hat.
8. Welche Ausbildung hat die SOS Kinderdorf Mutter?
Eine Ausbildung im sozialen Bereich ist vorgeschrieben. Erzieherin ist eine typische Ausbildung, aber auch andere soziale Ausbildungen sind anerkannt. Wenn man zum Zeitpunkt der Anfrage noch keine Ausbildung im entsprechenden Bereich hat, kann man diese Berufs begleitend (während dem man im Kinderdorf arbeitet) nachholen.
9. Kann man eine Patenschaft für ein Kind aus dem SOS Kannerduerf Miersch übernehmen?
Nein.
Das ist aus rechtlichen Gründen (Informationen von platzierten Kindern darf man nicht weitergeben), aus geografischen Gründen (in Luxemburg kennt man sich), und aus Respekt den leiblichen Eltern gegenüber nicht möglich.
Patenschaften für Kinder aus 3. Welt Ländern kann man bei einem eigenständigen Verein machen: „SOS Villages d’Enfants Monde asbl“. (Tel: 490 430 1). Der Verein „SOS Villages d’Enfants Monde asbl“ ist ausschließlich in der 3. Welt und in Osteuropa tätig. Das SOS Kannerduerf Miersch darf kein Geld ins Ausland schicken, und unterstützt dort auch keine Projekte. Das SOS Kannerduerf Miersch muss für seinen Unterhalt selbst aufkommen und bekommt weder Geld aus dem Ausland noch von „SOS Villages d’Enfants Monde asbl“.
10. Was ist so besonders am Prinzip SOS Kinderdorf? klicken Sie hier
11. Was sind unsere Werte? klicken Sie hier
12. Welche Einrichtungen gehören zum SOS Kinderdorf Mersch?
13. Wei kann ech d'SOS Kannerduerf Miersch ënnerstëtzen ?
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2. Duerch eng Ierfschaft
An de vergaangene Joeren hu sech Leit vergewëssert, dass en Deel vun deem, wat si sech am Liewen erschafft hunn, och no hirem Doud nach Guddes wierkt:
Si hunn d’Fondatioun Lëtzebuerger Kannerduerf als Ierwen agesat
All Ierfschaft kënnt de Kanner zegutt, déi eis uvertraut sinn.
Intresséiert och Dir Iech fir dës Méiglechkeet, oder hutt Dir Froen, da rufft eis w.e.g. un. Mir behandelen Äert Uleies mat Diskretioun.
Tél: 32 90 03 – 21
3. Duerch en Don vun Ärem Veräin
Mir komme gär bei Iech, fir Iech ze soen, wat mir fir d’Kanner maachen. Nach léiwer hu mir, wann dir eis op Miersch besiche kommt.
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z.B. Hochzäit, Kanddaf, Gebuertsdag, Doudesfall asw., kënnt Dir drop hiweisen, dass Leit am Zesummenhang mat deem Evenement en Don un d’Kannerduerf kënne maachen.
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Lëtzebuerger Kannerduerf Village d'Enfants SOS de Luxembourg L-7534 Mersch
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