1968 – 2008
40 JOER
SOS KANNERDUERF MIERSCH
 
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Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf

 

Das SOS Kannerduerf ist die erste Aufgabe der Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf.

Das SOS Kannerduerf Miersch nimmt Kinder auf im Alter zwischen 0 und 8 Jahren. Die Kinder können bis zur Selbständigkeit im Kannerduerf bleiben. In 7 Kinderdorffamilien können maximal 35 Kinder leben.

Das Kind lebt wie in einer Familie mit einer festen Bezugsperson zusammen, der Kinderdorf-Mutter (den Kinderdorf-Eltern). Das Kinderdorf Haus ist das Zuhause des Kindes und der Kinderdorf Mutter. Die Kinderdorf-Mutter (Kinderdorf- Eltern) kennt und achtet die familiäre und kulturelle Herkunft des Kindes.

Das Kind lebt mit maximal vier anderen Kindern wie mit Geschwistern zusammen. Es entstehen Beziehungen, sie lernen miteinander und teilen sowohl Pflichten und Aufgaben als auch Freuden und Sorgen des Alltags.

Das Kind lebt in einem Einfamilienhaus, das individuell durch und für seine Bewohner

gestaltet ist und Privatsphäre für alle bereit stellt.

Das Kind lebt in einer Dorfgemeinschaft. Nachbarschaftshilfe, Freunde, Tiere, gemeinsame Feste, Grünanlagen und Plätze zum Toben und Spielen tragen zu einem zufriedenen Leben bei.

Die Mitarbeiter im Kannerduerf versuchen dem Kind zu helfen, seine persönlichen Fähigkeiten zu entdecken und umzusetzen und Kontakte und Freundschaften mit anderen

Menschen zu haben. Sie achten auf seine Gesundheit und versuchen ihm die Erziehung und Schulausbildung zu geben, die es braucht. Sie respektieren seine Geschichte und seine Familie. Sie versuchen das Kind stark zu machen, damit es traumatische Belastungen überwinden kann. Sie helfen dem Kind, sich rundum wohl zu fühlen.

 

Neben dem SOS Kannerduerf in Mersch bietet die Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf auch Kindern, die nur zeitweise nicht bei ihren Eltern / Familie aufwachsen können, einen Platz.

 

Dies ist der Fall in

- Kinderwohngruppen (aktuell 15 Plätze) oder in

- Jugendwohngruppen (18 Plätze)

Die intensive Arbeit mit den Eltern/Familie hat zum Ziel die Rückführung der Kinder/Jugendlichenin die Ursprungsfamilie. Dieses gelingtnicht immer, dann wird aus der mittelfristigeneine langfristige Unterbringung. Auch nach derRückführung werden Eltern und Kind/Jugendlichernoch etwa 6 Monate unterstützt.

- Im therapeutischen Bauernhof (9 Plätze+5 Plätze betreutes Wohnen)

Es werden junge Mädchen im Alter 13-16 aufgenommen, die einen psychiatrisch / therapeutischen Hintergrund haben. Die maximale Verweildauerauf dem therapeutischen Bauernhofbeträgt 2 Jahre. Das Ziel ist den Jugendlichenwieder zu einer stabilen Lebenssituation zu verhelfen.Sie sollen anschliessend ein Leben inihrer Familie und in der Gesellschaft führen können.Im betreuten Wohnen können Jugendlichebis zur Selbständigkeit wohnen.

-In der SACCLY Jungenwohngruppe: (12 Plätze ab September 2010) werden Schüler der Lyzeen der Nordstad im Alter zwischen 13 und 17 Jahren aufgenommen. Die Aufnahme erfolgt auf Anfrage der Schule. Auch hier bleibt man maximal 2 Jahre. Intensive Zusammenarbeit mit den Schulen und intensive Förderung der schulischen Leistungen sind wesentliches Merkmalder SACCLY-Arbeit. Intensive Zusammenarbeit mit den Eltern soll sicher stellen, dass die Rückkehr in die Familie auf festen Füssen steht.

- Das Service de placement familial (SPLAFA)

arbeitet mit Pflegefamilien (60 Plätze) zusammen, die außerhalb des Kannerduerf Miersch

Kinder in Pflege aufnehmen.

 

Die Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf bietet auch Kindern, die nicht aus ihremfamiliären Umfeld herausgenommen werdenUnterstützung an. Diese Kinder werden inTagespflege, oder ambulant betreut.

 

Kindertagesstätte DAHL (27 Plätze)

Berufs- und lebensvorbereitendeAusbildung (8 Plätze)

Betreutes Wohnen (12 Plätze)

Tiergestützte Pädagogik in Mersch

 

Die Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf ist auch in der Prävention und in der Familienstärkung tätig.

 

Antenne familiale (1 MitarbeiterIn ab 2010)

Angelehnt an die Projekte Families First und INTER ACT (Goesdorf)

 

 

Weitere Informationen zu der Entwicklung der Fondation Lëtzueberger Kannerduerf:

1968 wurden im SOS Kannerduerf in Mersch die ersten Kinder in SOS-Kinderdorf-Familien aufgenommen und die asbl Lëtzebuerger Kannerduerf (später: die Fondation  Lëtzebuerger Kannerduerf) setzte sich einer Dynamik aus auf der Suche und Realisierung von Möglichkeiten, Kindern in Not ein Zuhause anzubieten.

 

Hauptaufgabe der Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf (FLK) ist die Aufnahme von Kindern, die ein neues zu Hause brauchen, weil sie nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können. Um dies zu verwirklichen braucht es Menschen, die bereit sind Kinder anzunehmen und mit ihnen zu leben, sie zu erziehen, sie zu lieben und auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten.

 

Das ist nicht einfach, und mit vielen Schwierigkeiten verbunden, weil die Kinder aus früher Kindheit Wunden mitbringen, die Zeit zum Heilen brauchen.

Geduld, Vertrauen, Ausdauer, aber natürlich auch Fachwissen sind erforderlich.

Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass Liebe allein nicht ausreicht. Die Kinder bekommen deshalb vielfältige Unterstützung. So wurden die Angebote erweitert, die Arbeitsbedingungen verbessert. Es wurden und werden begleitende und ergänzende Maßnahmen zum Kerngeschäft „SOS Kinderdorf-Familien“ ins Leben gerufen.

 

Intern waren die Gründung der berufs- und lebensvorbereitenden Ausbildung und der

Wohnungshilfe eine Antwort auf die Herausforderung, die Jugendlichen aus dem Kannerduerf in die Selbstständigkeit zu entlassen.

 

Die erste Jugendwohngruppe (Foyer Cales) sollte eine Möglichkeit bieten, Jugendliche ab 13 Jahren aufzunehmen, für die eine SOS Kinderdorf-Familie nicht der geeignete Platz ist. Die 2. Jugendwohngruppe (Foyer Leir) entstand auf Anfrage des Familienministeriums nach zusätzlichen Plätzen für Jugendliche und aufgrund eines gleichzeitigen Angebotes von Sponsoren, ein Haus zur Verfügung zu stellen.

 

Für die Kinder-Wohngruppe (Foyer du Nord) suchte das Familienministerium einen geeigneten Träger, der im Norden des Landes im Bereich „Centres d’accueil“ tätig werden sollte.

 

Tiere als eine pädagogische Stütze zu sehen (tiergestützte Pädagogik bzw. Therapie) war nicht schwierig angesichts der bestehenden Grünflächen im SOS Kannerduerf Miersch und der Motivation kompetenter Mitarbeiter.

 

Der therapeutische Bauernhof (Schneider Haff) entspricht einem langjährigen Wunsch der Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf und gleichzeitig einer Bedarfsanalyse, eine Einrichtung für Jugendliche zu schaffen, deren seelische Not nicht mit traditionellen Mitteln der Heimarbeit gelindert werden kann.

 

Aufnahme von Kindern in Not ist nicht alles: Prävention ist ein Gebiet in das verstärkt investiert werden muss. In diesem Sinne ist die Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf Gründungsmitglied (zusammen mit Croix-Rouge, Caritas und Épi) von „Families First“. Families First ist eine Krisenintervention in Familien in Not. Familien werden gestärkt und  eine Fremdunterbringung der Kinder soll verhindert werden.

 

Um Stärkung, Begleitung und Betreuung von Familien geht es auch in einem Projekt der Gemeinde Goesdorf. Ein neuer Schul – und Sozialkomplex wird gebaut in dem und an dem alle Beteiligten interaktiv und partizipativ mitwirken. Die Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf übernimmt in diesem Projekt die Bereiche Maison relais crèche, ein spezialisiertes Internat und eine soziale Anlaufstelle für Familien.

 

In diesem Sinne ist auch die Gründung einer spezialisierten Internatstruktur in Erpeldingen zu verstehen. Diese Struktur nimmt Jugendliche mit speziellem Betreuungsbedarf aus den postprimären Schulen der „Nordstad“ auf.

 

Mit dem Grundprinzip des SOS Kinderdorfs, nämlich Familie sein für Kinder, lässt sich auch die Aufnahme des „Service de Placement Familial –SPLAFA“ in die Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf erklären.

 

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